Sonntag, 7. September 2014

Eine Reise in die Vergangenheit ....

Letzten Dienstag war es endlich soweit! Die Truppe vom Bundesdenkmalamt reiste an, um auf dem Grundstück, welches in einem archäologischen Schutzgebiet liegt, nach möglichen interessanten Funden zu suchen.  Ausgrabungen in der Umgebung ließen die Vermutung zu, dass auch bei uns so einiges im Boden aus vergangenen Zeiten schlummert.

Leider war der erste Grabungstag total verregnet. Am Donnerstag war das Wetter schön, es konnte weitergearbeitet und der Mutterboden abgetragen werden. Fasziniert konnten wir die Arbeitsweise der Mannschaft beobachten. Unglaublich, dass sie aus den verschiedenen Bodenverfärbungen die verschiedensten Rückschlüsse ziehen können.


Hier wurde zuerst eine Grabstätte vermutet. Einer der Männer wollte mir dies "schonend" beibringend, war dann aber erleichtert, dass ich damit kein Problem habe. Mein Großvater, der Bestatter war, meinte immer: "Vor den Toten brauchst du dich nicht zu fürchten, aber vor manchen Lebenden schon". Wie wahr...



 
 
 Dieser braune Fleck stellte sich bei weiterem Graben als...


 
 
...Vorratskammer = "Kühlschrank" heraus.

 
Kreisrunde braune "Flecken" sind Reste von Holzpfosten. Hier dürften Wohnhütten aus der Keltenzeit gestanden haben...




Hier war eine Art Getreidespeicher, der jedoch aus drei verschiedenen Besiedlungen stammen soll. Wie man das erkennen kann, ist mir allerdings ein Rätsel.

 
 
Dieser Tonscherben (Rest eines "Tellers") ist rund 2500 Jahre alt. Muss eine gute Qualität gewesen sein, da er so lange in der Erde "überlebt" hat....

 
Die runde Scheibe soll ein durchgeschnittener Hüftknochen sein, das als Spindel verwendet wurde.



Reste von Tonscherben ...



 
Nächste Woche kommt das Team nochmals und untersucht den zweiten Teil des Grundstücks. Laut ersten Aussagen könnte es sein, dass es sich bei den Funden im vorderen Teil (Foto mit Bagger) um Reste aus der Bronzezeit handelt, während im hinteren Teil Reste aus der Keltenzeit zu finden waren.
Konkrete Aussagen können aber erst nach genauer Analyse durch die Experten gemacht werden.
 
Es ist auf alle Fälle sehr spannend, solche Ausgrabungen aus nächster Nähe beobachten zu können. Für mich ist es ein schönes Gefühl, zu wissen, dass hier schon einmal Menschen gelebt und gearbeitet haben. Es klingt vielleicht komisch, aber es war sogar ein wenig zu "spüren", wie es früher gewesen sein könnte.
 
Ich bin schon gespannt, wie es nächste Woche weitergeht.....

Dienstag, 19. August 2014

Rörvik

Als begeisterte Stockholm-Fans konnten wir dieses Jahr unseren (beinahe) jährlichen Stockholm-Urlaub mit einem Besuch in Rörvik verbinden. Wir mieteten uns ein Leihauto und machten uns auf den Weg. Die Fahrt über die Autobahn E4 und weiter über die Straße Nr. 30 führte uns in 4 Stunden nach Rörvik zur Firma Rörvikshus.

Rörvik ist eine kleine Ortschaft mit rund 6oo Einwohnern, umgeben von idyllischen Seen .
 
 Magnus Nilsson, der Inhaber der Firma Rörvikshus empfing uns sehr herzlich und erzählte uns über die Entwicklung der Firma in den letzten Jahren. Wir konnten viele offene Fragen klären und auch eine Bemusterung durchführen.  Herr Nilsson spricht, ebenso wie seine Mitarbeiterin Nathalie, ausgezeichnet deutsch. Anschließend bekamen wir noch eine Führung durch die Firma, die den guten ersten Eindruck von der Firma noch mehr verstärkte.


 Aufbau der Außenwand mit Dämmung:




 Alle Bretter weisen einen "Stempel" auf, sodass auch der Kunde die Garantie hat, ein Haus aus echtem schwedischen Holz zu bekommen:


Beeindruckend ist, dass die Häuser nicht rein maschinell sondern wirklich von Hand hergestellt werden.





 Auch der Dachstuhl wird direkt im Werk hergestellt:


Bemusterung:




Anschließend zeigte uns Herr Nilsson sein Musterhaus mit anschließendem Gästehaus. Die direkte Lage an einem klaren See macht dieses Haus zu einem kleinen Paradies. Das Wasser im See ist so sauber, dass man es trinken kann - unglaublich! Herr Nilsson lud uns freundlicherweise ein, die Nacht im Gästehaus zu verbringen. Da es jedoch noch nicht sehr spät war, machten wir uns auf den Weg nach Vimmerby (ca. 1,5 Std. von Rörvik), um auf den Spuren von Astrid Lindgren zu wandeln....


Das Gästehaus:




Abgang zum See:





Zusammenfassend denke ich, dass es gut war, die Firma in Rörvik zu besuchen. Da diese Firma ja nicht in unmittelbarer Nähe ist, wie so viele andere Fertighausfirmen in Österreich, konnten wir uns  durch einen Besuch vor Ort ein Bild von den Menschen, die dahinter stehen und von der Firma selbst machen. Wir haben es nicht bereut...

Donnerstag, 31. Juli 2014

Planungsphase

Derzeit befinden wir uns gegen Ende der Planungsphase.

Einmal in einem Schwedenhaus wohnen zu dürfen, ist schon seit vielen Jahren mein Traum. Infiziert vom "Schwedenvirus" wurde ich durch meine Schwester, die vor über 20 Jahren in Stockholm gearbeitet und in einem Schwedenhaus auf Lidingö gewohnt hat.

Langsam habe ich mich an das Projekt "Schwedenhaus" herangetastet. Vor Jahren wurde die Hundehütte "schwedisch" gestrichen, darauf folgte ein schwedenrotes Hühnerhaus und nun soll es ein richtiges Schwedenhaus sein. Die Vorfreude ist groß, dennoch gibt es noch viele ungeklärte Fragen, die sich hoffentlich im Laufe der Zeit klären werden.

Zu Jahresbeginn stand die Entscheidung, ein Haus zu bauen fest. Aufgrund vieler Umstände, (u.a. die unerträgliche Lärmbelastung einer Diskothek gegenüber des derzeitigen Wohnsitzes) begann die Suche nach Schwedenhausanbietern. In Österreich ist dieser Haustyp allerdings nicht sehr weit verbreitet. Hilfe fand ich im Internet, u.a. bei vielen wunderschönen Blogs.

Im Feber 2014 erfolgte dann die erste Kontaktaufnahme mit der Firma Rörvikshus. Persönliche Gespräche mit zwei BauherrInnen bestärkten den positiven Eindruck dieser schwedischen Firma.

In der ersten Begeisterung wollte ich die Planungsphase so rasch wie möglich hinter mich bringen, da wir konkrete Vorstellungen hatten, wie das Haus aussehen wird - eine Mischung aus dem "Lisa"- und "Lotta"-Haus von Rörvikshus.

Eines Tages, wir waren schon ziemlich sicher, dass es dieses Haus sein soll, hatten mein Partner und ich - unabhängig von einander - die Idee, dass ein Haus mit Mansardendach gut zu uns passen würde.

Im Jahr 2012 habe ich diese Fotos in der Nähe von Schloss Drottningholm (königliches Sommerschloss, rd. 10 km außerhalb Stockholms) gemacht. Diese Häuser dienen u.a. als Inspiration für unser Haus.





Mittwoch, 30. Juli 2014

das Grundstück

Nach langer, langer Suche soll das Haus auf diesem Grundstück (das Feld unterhalb des Hauses in der Mitte des Bildes) gebaut werden. Das Grundstück befindet sich in ruhiger Lage und in Waldnähe. Auf die Ruhe freue ich mich sehr, da ich derzeit gegenüber einer Diskothek wohne ...

Das Stückchen Land befindet sich in einer archäologischen Schutzzone und muss vor dem Baubeginn vom Bundesdenkmalamt untersucht bzw. umgegraben werden. In der Eisenzeit wurde in diesem Gebiet Eisen "verhüttet", sodass bei Grabungen immer wieder Öfen und sogar Skelette aus dieser Zeit gefunden werden.

Die Grabungen werden voraussichtlich gegen Ende August beginnen. Wir sind schon gespannt, ob auch auf unserem Grundstück Zeugnisse aus dieser Zeit gefunden werden.





Montag, 21. Juli 2014

...vom Zauber des Beginnens...

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch.

Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen.

Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.

Was immer Du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt.
(Johann Wolfgang v. Goethe)